Carl Barks, geboren am 27. März 1901 in Merrill, Oregon, schrieb und zeichnete von 1942 bis 1966 mehr als 500 Geschichten über Donald, Dagobert und all die anderen Charaktere des Duck`schen Universums, welches er in diesen 25 Jahren schuf.
Nicht wegzudenken sind Figuren wie z.B. die Panzerknacker, Gundel Gaukeley, Daniel Düsentrieb, welche aus seiner Feder stammen.
Als er 1966 seine Karriere als Comiczeichner beendete, suchten Fans ihn auf und baten um mehr, und da er die Ölmalerei als Hobby betrieb, meinte jemand, er könne doch Ölgemälde von den Ducks malen.
Nachdem er das ok der Disney Company dafür erhielt, malte er von 1971 bis 1976 insgesamt 122 Ölgemälde als Auftragsarbeiten von Fans, und dies zu sehr günstigen Preisen. In den nächsten Jahren wechselten diese Ölgemälde öfters den Besitzer und stiegen im Preis gewaltig. Während Barks die ersten Bilder für etwa 200,- US $ abgab, wurde 1992 ein Barks-Ölgemälde bei Sotheby`s für stolze 200.000,- US $ angeboten.
Schließlich entwickelte sich die Idee, daß Carl Barks eine neue Serie von Duck-Ölgemälden malen könne, die als Lithographien in limitierter Auflage herausgegeben werden. Auf diese Weise würde Carl Barks, der in seinen Jahren bei Disney nie viel Geld verdient hatte, Anteil haben können an dem steigenden Wert seiner Arbeiten, und Sammler, die sich die immer teurer werdenden Originale nicht mehr leisten können, wären in der Lage, sich einen signierten, hochwertigen Druck zu kaufen.
1982 war es soweit: Die erste Carls Barks-Lithographie "Sailing the Spanish Main" erschien in einer Auflage von 245 Exemplaren zu einem Preis von 295 $. Seitdem sind jedes Jahr ein bis zwei neue Motive als Lithographien herausgekommen.
Die steigende Nachfrage auf dem internationalen Sammlermarkt führte dazu, daß im Juni 1991 erstmals eine deutsche Ausgabe erschien. Die US-Lithographie Nr. 16 "Snow Fun" wurde als "Winterfreuden" in einer Auflage von 111 Exemplaren zu einem Ausgabepreis von 850,- DM verkauft. Lizenzprobleme führten dann im Jahre 1996 dazu, daß die deutschen Ausgaben wieder eingestellt werden mussten.
Die Barks-Lithographien erscheinen in einer kleinen Auflage und sind einzeln vom Künstler signiert und numeriert. Zu jeder Lithographie gehört ein Echtheitszertifikat mit gleicher Nummer, bei manchen ist auch ein Comicheft beigelegt. Nach Erfüllung der Auflagenhöhe werden die Druckplatten unbrauchbar gemacht, d.h. zerkratzt und im Disney-Museum in Kalifornien als historische Dokumente aufbewahrt.
Jede Lithographie, ob amerikanisch oder deutsch, ist bzw. war kurze Zeit nach ihrer Ausgabe ausverkauft. Für viele Sammler, Duck-Liebhaber und Barks-Fans sind die Lithographien mit das Schönste was es gibt. Jugenderinnerungen, künstlerische Faszination und Wertsteigerung - das alles macht die Bilder vom "Grand Old Duckman" Carl Barks zu einer sehr reizvollen und interessanten Geldanlage.
Am 25. August 2000 verstarb Carl Barks. Sein Lebenswerk jedoch wird unsterblich bleiben.